14.05.2022

Helfen ohne Grenzen - Hilfseinsätze

Im Dezember hat das burmesische Militär mit Luftangriffen auf die kleinen Dörfer im Grenzgebiet zu Thailand begonnen.

Wir, das Team von Help without Frontiers, kümmerten uns über 6 Wochen um die Verpflegung der Flüchtlinge und die Organisation der Lager. Bereits um 4 Uhr früh fuhren Mitarbeiter in die Großmarkthalle, um Lebensmittel für den Tag zu besorgen. Um 8 Uhr musste bereits das Frühstück bereitstehen. Zu Spitzenzeiten mussten drei Mal täglich 5.000 Münder gefüttert werden. Unter den Flüchtlingen wurden Freiwillige gesucht, die bei allen wichtigen Arbeiten, wie z.B. die Zubereitung und Verteilung der Speisen vor Ort oder die Entsorgung von Müll, mithalfen.

Thailand duldet aktuell burmesische Flüchtlinge nur so lange, wie die Kampfhandlungen in ihren Dörfern andauern, deshalb sind viele Geflüchtete nach kurzer Zeit gezwungen nach Myanmar zurückzukehren. Da neben ihren Dörfern auch ihre Einkommensgrundlage zerstört wurde, sind viele Tausende von ihnen auch weiterhin dringend auf Hilfe angewiesen. Viele von ihnen verharren am Ufer des Grenzflusses Irrawaddy, da sie dort in Sicherheit sind und mit Hilfspaketen versorgt werden. Wir legen die Hilfspakete auf thailändischer Seite am Flussbett ab und die Menschen durchwaten den Fluss, um sich das Hilfspaket zu holen. Eine äußerst kräfteraubende Aktion, aber eine andere Möglichkeit zum Helfen besteht derzeit nicht. 

 

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