09.12.2019

Gutes tun zu Weihnachten: Welcher Spendenorganisation kann ich vertrauen?

Advent ist Spendenzeit. Gerade vor Weihnachten wird besonders viel gespendet, im Schnitt drei Mal so viel, wie im Rest des Jahres. Damit die Spenden auch wirklich Bedürftige erreichen, gibt die Zertifizierungsstelle Sicher Spenden folgende Tipps.

  1. Gut informieren: Informieren Sie sich genau, mit wem Sie es zu tun haben. Seriöse Organisationen informieren ausführlich über ihre Tätigkeiten und Aktionen.
  2. Kein Zeitdruck: Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen – weder am Telefon, an der Haustür, auf der Straße, noch durch Werbung und schriftliche Spendenaufrufe. Vertrauenswürdige Sammler lassen Spendern Zeit und stehen auch für Rückfragen zur Verfügung. Eile ist nicht nötig.
  3. Vertrauen ist unersetzlich: Spenden Sie jenen Organisationen und Initiativen, die sie persönlich kennen und denen Sie vertrauen. Ansonsten sollten Sie sich wirklich gut informieren und Auskünfte einholen. Oder aber Sie achten darauf, ob die Organisation ein Spendensiegel hat, also von externen Fachleuten überprüft und als vertrauenswürdig eingestuft worden ist.
  4. Überweisung statt Sammeldose: Spenden Sie Bargeld nur, wenn Ihnen der Empfänger persönlich bekannt und vertrauenswürdig ist. Besser ist immer eine Überweisung. Die ist nachvollziehbar und überprüfbar. Sie haben damit einen Beleg in der Hand, mit dem die Spenden an eingetragene gemeinnützige Organisationen von der Steuer abgesetzt werden können. Die Organisationen stellen hierzu eine Spendenbestätigung aus. Inzwischen können Spenden oft auch online getätigt werden. Viele Hilfswerke haben dafür extra Buttons auf ihren Seiten eingerichtet. Achten Sie auch hier darauf, dass es sich wirklich um die Organisation Ihrer Wahl handelt. Achten Sie ganz genau auf den Namen und die genaue Bezeichnung der Organisationen, um Verwechslungen zu vermeiden. Wer auf der Straße in Sammelbüchsen spenden möchte, sollte vor allem auf sein Bauchgefühl achten. Gerade hier sind viele Betrüger unterwegs, manchmal sogar mit scheinbar seriös aufgebauten Ständen. Vor allem sollten Sie nichts leichtfertig unterschreiben! Wenn Sie sich für die Organisation interessieren, nehmen Sie sich lieber das Info-Material mit nach Hause und informieren sich in Ruhe ausführlich.
  5. Nicht von Fotos beeindrucken lassen: Immer wieder arbeiten unseriöse Hilfsorganisationen mit Fotos von Kindern in Not, die Mitleid erregen sollen. Anstatt sich von solchen Bildern beeinflussen zu lassen, sollten Spendenwillige sich lieber Zeit bei der Auswahl des Spendenempfängers nehmen. Seriöse Hilfsorganisationen veröffentlichen Jahresberichte, oder zeigen auf ihren Homepages Ergebnisse ihrer Arbeit aus den letzten Jahren, wo man sich ein Bild machen kann.

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